Studieren in den USA – Sprachlich kein Problem

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Ein Highlight unseres Studiums war der Auslandsaufenthalt in den Vereinigten Staaten. In Amerika studierten wir für 4 Wochen das Modul „Mikroökonomik“ an der Indiana University of Pennsylvania (IUP). Wir sind dankbar für alle gesammelten Erfahrungen und die schöne Zeit in Amerika. Das Auslandsemester war eine tolle Möglichkeit sich sowohl fachlich, als auch persönlich weiter zu entwickeln.

von Luca Glasbrenner, Bachelor Select Studiengang 2

Als wir in Indiana, nahe der Industriestadt Pittsburgh eintrafen, hatten alle bereits eine kräftezehrende Anreise hinter sich. Wir waren sehr froh uns endlich in den Unterkünften mit den Mitstudenten unseres Studiengangs zu erholen. Es bestand die Möglichkeit sich Zimmer an der Universität zu mieten oder eine externe Studentenwohnung zu beziehen. Beide Angebote wurden von verschiedenen Studenten genutzt. Da wir uns bereits seit zwei Jahren aus dem Präsenzstudium kennen, stellte uns das Zusammenleben nicht vor große Probleme.

Am ersten Studientag begrüßte uns eine Verantwortliche der Universität mit zwei Kartons voller Donuts. Es wurde alles Organisatorische geklärt und uns eine Studentin der Universität als Ansprechpartnerin vorgestellt. Nachdem so gut wie alle Donuts aufgegessen waren, wurde uns das beeindruckende Universitätsgelände, mit all seinen Einrichtungen wie Bibliothek, eigenem Uni-Shop, Fitnessstudio, Cafeteria, Schwimmhalle und Footballstadion gezeigt. Später erkundeten wir den Stadtkern von Indiana. Durch die Stadt zog sich eine breite Hauptstraße, an deren Seiten sich alle wichtigen Geschäfte, Feuerwehr, Rathaus, Polizeirevier und Restaurants aufreihten. Dieses Bild entsprach exakt dem einer typisch amerikanischen Kleinstadt, wie man sie aus Film und Fernsehen kennt.


Die Vorlesungen wurden von unserem sympathischen Dozenten Dr. Brandon Vick sehr abwechslungsreich und unter Einsatz neuster Medien und Lernmethoden gestaltet. Sie fanden immer nachmittags statt, sodass der Vormittag zum Nacharbeiten des Lernstoffs und zum Erledigen der täglich anfallenden Hausarbeiten und Übungen diente. Zum Ende jeder Woche wurde jeweils eine Prüfung über die bearbeiteten Themen geschrieben, was im Gesamten mit allen Übungsaufgaben und Hausarbeiten die endgültige Note des Kurses repräsentierte.


Es fiel uns relativ leicht dem Dozenten während der Vorträge auf Englisch zu folgen und diese zu verstehen, auch weil er den Unterricht sehr anschaulich gestaltete. Anfängliche Probleme bei der Ausformulierung eigener Ideen oder Gedanken verbesserten sich sehr schnell. Jetzt machte sich auch die Vorbereitung durch unseren Englischunterricht an der Akademie in den ersten Semestern bezahlt.



Dass sich die Sprache verbessert, merkte man besonders schnell im Alltag. Beim Einkaufen im nahegelegenen Walmart oder in einem der zahlreichen Fast Food Restaurants wurde man in Gesprächen mit Angestellten und Einheimischen immer sicherer. Generell verzeihen einem die Amerikaner ein etwas holpriges Englisch. Sie freuen sich darüber die Geschichten zu hören, die man ihnen zu erzählen hat. Oft wurden wir aber auch direkt als Europäer enttarnt und neugierig nach unserer Herkunft befragt.

Neben den bereits genannten Einkäufen gestalteten wir unser Freizeitprogramm besonders sportlich. So verbrachten wir viel Zeit auf den IUP-eigenen Tennis- und Volleyballplätzen oder im Fitnessstudio. Wir nahmen zweimal an einem amerikanischen Gottesdienst teil und waren überrascht, wie aufregend und musikalisch diese gestaltet werden. Sie ähnelten eher einem Popkonzert, als einem gewöhnlichen Gottesdienst.

Langweilig wurde es uns in unserer Gemeinschaft nie. Am Wochenende unternahmen wir Ausflüge nach Washington D.C. und an den Lake Erie. In Washington D.C. bestaunten wir das Capitol, das Washington Monument und das beeindruckende Lincoln Memorial. Der Abstecher an das schwer bewachte Weiße Haus durfte auf unserer Tour durch die Hauptstadt der Vereinigten Staaten natürlich auch nicht fehlen. Am nächsten Tag fuhren wir zum Lake Erie an der kanadischen Grenze. Hier verbrachten wir den Tag am Strand, badeten und versuchten uns am Abend im Stand Up Paddling. Ein großer Spaß für alle Beteiligte.

Auch von der IUP wurde uns viel geboten. Da im gleichen Zeitraum auch Gruppen indischer und norwegischer Studenten die Universität besuchten, konnten wir viel gemeinsam mit ihnen unternehmen. Per Bus fuhren wir zu einem nahegelegenen Outlet und am Abend wurde der Tag mit einem amerikanisch, indisch, norwegisch, deutschen Grillabend an einer abgelegenen Hütte in der Nähe von Indiana abgerundet. Ein weiterer Ausflug führte uns an die weltbekannten Niagarafälle. Dort konnten wir die Gewalt der Wassermassen und die Schönheit der Natur bewundern. Mit dem Boot hatten wir die Möglichkeit mitten in die Wasserfälle hinein zu fahren und so das ganze Spektakel hautnah mitzuerleben. Ebenfalls sehr interessant war unser Ausflug zum Stadion der Pittsburgh Steelers, das Heinz Field. Es ist die Heimat der erfolgreichsten Footballmannschaft der amerikanischen Footballliga NFL. Auf eine Führung durch das Stadion mit Einblicken in die Umkleidekabinen der Footballstars und die VIP-Logen der Millionäre und großen Firmen, folgte eine lockere Fragerunde mit dem Marketing Koordinator der Pittsburgh Steelers. Nach der Besichtigung des Stadions fuhren wir zu einer Aussichtsplattform, die einen wundervollen Ausblick über die von der Stahlindustrie geprägte Stadt Pittsburgh bot.


Viele von uns nutzten die Gelegenheit, wenn man schon mal in den USA ist, um nach dem Studium an der IUP noch Urlaub zu machen. So konnten wir noch viele weitere Eindrücke aus Städten wie New York, Miami, San Francisco, Los Angeles und Las Vegas sammeln. Wir sind sehr froh darüber, dass wir die Chance hatten, all diese Erfahrungen zu machen. Es war eine sehr schöne Zeit, an die wir uns alle noch lange erinnern werden.

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