Umsetzung der Psychischen Geährdungsbeurteilung

Gesunde Arbeitsbedingungen
Aus dem Arbeitsschutz heraus wird der Blick auf die Arbeitsbedingungen gerichtet. Während der klassische Arbeitsschutz, der Schutz der körperlichen Unversehrtheit, sehr gut etabliert ist, wurden die Auswirkungen der Arbeitsbedingungen auf die Psyche selten im Detail betrachtet. In der herausfordernden Arbeitswelt von heute wächst die Notwendigkeit genau das zu tun.

Was meint „Psychische Gefährdungsbeurteilung“?
Die seit 2013 gesetzlich verankerte „Psychische Gefährdungsbeurteilung“ fordert diese systematische Betrachtung der Arbeitsbedingungen: Welche Aspekte der Arbeitsinhalte, der Arbeitsumgebung, der Arbeitsorganisation und der sozialen Kontakte bei der Arbeit prägen die Arbeit? Was sind wertvolle Ressourcen und was sind Fehlbelastungen, die längerfristig zu emotionaler, geistiger, sozialer Erschöpfung oder psychosomatischen Beschwerden führen? Das (Mindest-)Ziel ist es die Arbeitsbedingungen menschengerecht zu gestalten, so dass die Leistungsfähigkeit erhalten bleiben kann.

Und wie nähert man sich diesem Thema?
Mit der Frage beschäftigen sich gerade viele Experten. Das menschliche Gehirn ist hoch-komplex. Und wie die Arbeitsbedingungen erlebt werden und sich auf die Psyche auswirken, ist genauso komplex. Und sowieso nicht für jeden Menschen vergleichbar. Um es noch komplizierter zu machen: Auch die Kombination verschiedener Einflussfaktoren verändert die Auswirkung auf die Psyche. Ein Beispiel: Zeitdruck und schwierige Kunden – das kann Kraft rauben. Kombiniert mit unterstützenden, humorvollen Kollegen und Anerkennung für die Leistung – dann geht das schon.
Dem gegenüber steht der Wunsch und Anspruch das Thema „Psychische Gefährdungsbeurteilung“ wie auch die anderen Arbeitsschutzthemen akkurat abzuarbeiten. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Komplexität nicht vollständig abgebildet werden kann. Man kann sich ihr nur nähern durch den Dialog mit denjenigen, die jeden Tag unter diesen Arbeitsbedingungen arbeiten. Wie Sie diesen Dialog strukturieren und gestalten - dafür gibt es verschiedene Konzepte, die sich zunehmend etablieren und von der Gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) konkretisiert werden.

Was passt zu Ihrem Haus?
Der Einstieg in das Thema kann über eine Mitarbeiterbefragung, Interviews oder direkt über ein Workshop-Konzept erfolgen – diese Freiheit in der Wahl des Vorgehens ermöglicht hausspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen. In einem Kick-Off-Workshop verschaffen Sie sich einen gemeinsamen Wissensstand und erarbeiten, welches konzeptionelle Vorgehen für Ihr Haus / Ihre Hausgröße passt. Welche Erfahrungen hat Ihr Haus mit Befragungen? Welche mit Workshops? Welche Konzepte zur Prävention psychischer Erkrankungen liegen bereits vor? Wird über (psychische) Gesundheit offen geredet? Wer in der Organisation hat den Auftrag sich des Themas anzunehmen? Wie groß die Bereitschaft auf allen Ebenen ist, sich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen?

Bei Ihnen im Haus ist die Mitarbeiterbefragung bereits gesetzt.
Wenn Sie im Haus als umfassende Mitarbeiterbefragung das „Personalbarometer“ im Einsatz haben, können Sie die Gefährdungsbeurteilung integrieren.  

Sie haben eigene Befragungstools im Einsatz? Es lohnt sich eine Prüfung, ob diese sich sinnvoll für die Einbindung der psychischen Gefährdungsbeurteilung nutzen lassen.

Kontakt

Stephanie Lindner

Beratung Organisationsentwicklung und Personalmanagement

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