Auf dem Weg zur Arbeitgeberattraktivität

Anlass

Mit Sparkassen verbinden viele einen soliden, aber nicht unbedingt immer attraktiven Arbeitgeber. Daher wird es zunehmend schwieriger, die angebotenen Ausbildungs- und Fachkräftestellen quantitativ und qualitativ zu besetzen.  

Die Sparkasse Markgräflerland stand mit ihren rund 390 Mitarbeitern durch die regionale Lage im Dreiländereck Schweiz – Frankreich – Deutschland vor besonderen personalwirtschaftlichen Herausforderungen. Im Rahmen eines gesamthausübergreifenden Prozesses wurde – aufbauend auf dem DSGV-Projekt „Arbeitgeberattraktivität 2.0“ – mit Unterstützung durch die Sparkassenakademie Baden-Württemberg eine gemeinsame Arbeitgeberpositionierung entwickelt, welche im Nachgang zum zentralen Dreh- und Angelpunkt für weitere interne Projekte und für ein aufwändig gestaltetes Personalmarketingkonzept wurde.

Rollen im Prozess

Zentrale Koordinationsfunktion hatte ein interdisziplinäres Projektteam. Dieses setzte sich aus Vertreter/-innen der Bereiche Personal, Innovationsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit sowie einem DH-Studenten zusammen und berichtete regelmäßig unter Moderation unseres OE-Teams an die Lenkungsgruppe, darunter dem Gesamtvorstand.

Ablauf

Grundlage des Projektes bildeten fünf aufeinander abgestimmte Phasen, an deren Ende eine individuelle Positionierungsempfehlung, ein abgestimmtes Marketingkonzept sowie ein 18-Monats-Maßnahmenplan standen. Für die Initialisierung, Analyse und Konzeption wurden in enger Abstimmung mit der Sparkasse Markgräflerland drei Monate benötigt. Die Umsetzung erfolgte in weiteren drei Monaten.

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Folgende Meilensteine begleitete die Sparkassenakademie Baden-Württemberg während des Projekts:

  • Moderation des Projekt-Kick-offs mit dem Gesamtvorstand sowie laufende Begleitung der Projektgruppenrunden vor Ort.
  • Moderation von drei Fokusgruppen-Workshops, in denen rund 25 Mitarbeiter/-innen die zentralen Werte ihres Arbeitgebers identifizierten.
  • Die Aussagen wurden im Nachgang durch die Akademie in einer umfangreichen SWOT-Analyse aufbereitet, in Profilfelder geclustert und in übergeordnete Kulturmerkmale aggregiert. Zur Ermittlung der Employer Value Propostion (EVP) wurden zusätzlich regionale Hauptwettbewerber analysiert, um die individuelle Arbeitgeberpositionierung für die Sparkasse abzuleiten.
  • Die Zwischenergebnisse der ersten Phasen wurden in der Gesamtvorständekonferenz der Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg vorgestellt.
  • Im Anschluss wurden die bis dahin ermittelten Handlungsfelder seitens der Entscheidungsträger priorisiert und in den von der Sparkassenakademie moderierten Implementierungs-Workshops weiter bearbeitet sowie in einen konkreten 18-Monats-Maßnahmenplan überführt. Nach außen medial flankiert wurde der Prozess von der Kreativagentur der Sparkassen-Finanzgruppe.

Lessons learned

Bereits während des Projektverlaufs wurde deutlich, dass die Erarbeitung einer Arbeitgeberpositionierung weit über klassische Personalmarketingaktivitäten hinausgeht. Vielmehr handelt es sich bei diesem Projekt um einen kulturellen Prozess, in den möglichst viele Mitarbeiter/-innen integriert werden, um künftig dann als Markenbotschafter das „Gesicht“ ihrer Sparkasse zu repräsentieren.

Ein Merkmal unseres OE-Verständnisses – die bewusste Steuerung von Kommunikationsprozessen – stand im Mittelpunkt: das regelmäßige Berichten über Zwischenerfolge mittels diverser Plattformen im Haus sowie ein ausgearbeiteter Kommunikationsfahrplan nach Abschluss des Prozesses. Beides führte spürbar zu einer höheren Akzeptanz und Wirkung der Thematik.

Nächste Schritte

Neben der Umsetzung der ausgearbeiteten Handlungsvorschläge wurden unmittelbar nach Projektabschluss weitere Maßnahmen initiiert, darunter die Durchführung eines Leitbildworkshops für Führungskräfte – begleitet durch die Sparkassenakademie – sowie u.a. eine Anpassung des Incentive-Katalogs sowie die Neugestaltung der Online-Karriereseiten des Hauses.

Fragen und weiterführende Informationen

Sollten Sie weitere Fragen haben, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung!

Fragen zum Prozess sowie zur Zusammenarbeit beantworten Ihnen gerne Stephan Grether (Tel.: +49 7621 976 4200) in seiner Rolle als Projektleiter bei der Kreissparkasse Markgräflerland und Magnus Kyre (Tel.: +49 711 127-82015) als verantwortlicher Berater der Sparkassenakademie Baden-Württemberg.

Kontakt

Magnus Kyre

Beratung Organisationsentwicklung und Personalmanagement

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