„Ich bin doch kein Bankwesen!“: Personalmarketing trifft Kulturwandel in der Kreissparkasse Böblingen

Anlass

Arbeitswelt und Gesellschaft verändern sich! Der Fachkräftemangel, die demografische Entwicklung und der Wunsch nach einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit der Zielgruppen waren für die Kreissparkasse Böblingen als modernes Kreditinstitut Anlass, sich selbstbewusst zu fragen: Wie bleiben wir ein attraktiver Arbeitgeber und wie werden als solcher von außen wahrgenommen?

Rollen im Prozess

Zentrale Koordinationsfunktion hatte ein vierköpfiges Projektteam, das sich aus dem Leiter Vorstandssekretariat/Marketing sowie der Referentin Kommunikation, dem Leiter Personal und dem Vorsitzenden des Personalrats zusammensetzte. Das Projektteam berichtete regelmäßig unter Moderation des OE-Teams der Sparkassenakademie an die Lenkungsgruppe, darunter dem Gesamtvorstand.

Darüber hinaus spielten die Mitglieder aus fünf verschiedenen „Fokusgruppen“ eine Schlüsselrolle in der Projektdurchführung: Knapp 40 Kolleg/innen der Sparkasse aus unterschiedlichen Bereichen waren seit der Analysephase in den Projektphasen involviert, um die Wahrnehmung des Instituts von innen und außen zu reflektieren und um die gesammelten Erkenntnisse im Anschluss in konkrete Maßnahmen zu überführen.

Ablauf

Grundlage des Projekts bildeten fünf aufeinander abgestimmte Phasen, an deren Ende eine individuelle Positionierungsempfehlung, ein abgestimmtes Marketingkonzept sowie ein 12-Monats-Maßnahmenplan standen. Flankiert wurde der Prozess mit einem intensiven Kulturdialog auf Ebene des Vorstands und den Bereichsleitern. Die Gesamtdauer des Projekts – vom Kick-Off bis zum Roll-Out – betrug rund ein Jahr.

Neben der intensiven kulturellen Reflexion des Instituts als attraktiver Arbeitgeber war das Ergebnis eine professionelle Werbekampagne, die von den Kommunikations- und Kreativexperten des Sparkassen-Finanzportals begleitet wurden. Sehen Sie im folgenden Video, was sich hinter dem „Bankwesen“ verbirgt!

Eine etablierte Arbeitgebermarke basiert auf einem unverwechselbaren „genetischen Code“. Diese Identität, als klare Arbeitgeberpositionierung mit Profil, gestalten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv mit. Kultur ist lebendig und gibt Anstoß zur Umsetzung vielfältiger Projekte wie etwa die Einführung eines neuen Dresscodes und eines breitgefächerten Onboarding-Konzepts für Neueinstellungen.

Lessons learned

Bereits während des Projektverlaufs wurde deutlich, dass die Erarbeitung einer Arbeitgeberpositionierung weit über klassische Personalmarketingaktivitäten hinausgeht. Vielmehr handelt es sich bei diesem Projekt um einen kulturellen Prozess, in den möglichst viele Mitarbeiter/-innen integriert werden, um künftig dann als Markenbotschafter das „Gesicht“ ihrer Sparkasse zu repräsentieren.

Ein Merkmal unseres OE-Verständnisses – die bewusste Steuerung von Kommunikationsprozessen – stand im Mittelpunkt: das regelmäßige Berichten über Zwischenerfolge mittels diverser Plattformen im Haus sowie ein ausgearbeiteter Kommunikationsfahrplan nach Abschluss des Prozesses. Beides führte spürbar zu einer höheren Akzeptanz und Wirkung des Projektes.

Nächste Schritte

Neben der Umsetzung der ausgearbeiteten Handlungsvorschläge wurden unmittelbar nach Projektabschluss weitere Maßnahmen initiiert, um den nachhaltigen Erfolg und Attraktivität der Sparkasse sicher zu stellen. Die erste Wirkung des Projekts soll im Rahmen der sich nun anschließenden Mitarbeiterbefragung evaluiert werden.

Fragen und weiterführende Informationen

Haben Sie weitere Fragen? Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung!

Fragen zum Prozess sowie zur Zusammenarbeit beantworten Ihnen gerne Daniel Wengenroth (Tel.: +49 703177-1300) in seiner Rolle als Projektleiter bei der Kreissparkasse Böblingen und Magnus Kyre (Tel.: +49 711 127-82015) als projektverantwortlicher Berater im Team OE der Sparkassenakademie Baden-Württemberg.

Kontakt

Magnus Kyre

Beratung Organisationsentwicklung und Personalmanagement

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